Die Obertonreihe differenziert sich aus ...
Ein Ton ist eigentlich ein Klang; er besteht aus einer Grundschwingung und vielen Teilschwingungen. Die Teilschwingungen nennen wir auch „Teiltöne”, „Partialtöne” oder „Obertöne”.
Der Grundschwingung (der Grundton) heißt auch „1. harmonische Schwinging”. Der erste Oberton heißt folgerichtig „2. harmonische Schwingung”.
Der erste Oberton (= die 2. harmonische Schwinging) schwingt doppelt so schnell wie die Grundschwingung.
Wenn ein Ton doppelt oder halb so schnell schwingt wie ein anderer, heißt er in der westlichen Musik „Oktav” (von lateinisch „der Achte”). Diese Bezeichnung ist entstanden, weil wir meist Tonleitern mit sieben verschiedenen Tönen benutzen. Der achte Ton ist eine Schwingungsverdopplung des ersten Tons.
Auch den Tonraum, den eine Schwingung und ihre Verdoppelung umschließen, nennen wir „Oktav”.
Zwei Melodien, die im Oktavabstand erklingen, werden als eine einzige Melodie empfunden: sie gelten als „identisch”.
1. und 2. harmonische Schwingung umschließen die erste Oktav,
2. und 4. HS umschließen die zweite Oktav,
4. und 8. HS umschließen die dritte Oktav,
8. und 16. HS umschließen die vierte Oktav.
Jeder Oktavraum enthält doppelt so viele Obertöne wie der vorherige.
Nach diesem Prinzip entstehen offenbar Obertöne bis in die Unendlichkeit. In jedem höherzahligen Oktavraum verdoppelt sich die Anzahl der Obertöne gegenüber dem vorigen.
Alles schwingt nach diesem Prinzip. Wir können sozusagen das Wunder der Schöpfung hören - und in dem Bild der Obertonspirale auch sehen.