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umreisst Fragestellung und Zielsetzung: Ziel dieser Untersuchung ist es, eine Trainingsmethode für Musiker zu entwickeln, die ihre Fertigkeiten im Prima-Vista-Spiel (Blattspiel) verbessert. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob bestimmte Musikstücke besonders gut dazu geeignet sind, die Kompetenz im Prima-Vista-Spiel zu schulen. Als Musikstücke wurden die zweistimmigen Inventionen von Bach ausgewählt, weil ihre Struktur und pädagogische Bedeutung sie zum idealen Untersuchungsgegenstand machen.
definiert und erörtert die Begriffe Lernen, Üben, Automatisieren, Training, Audiation und weitere relevante Begriffe. Diese werden dann in Beziehung zur psychologischen Forschung und zur Praxis des musikalischen Übens gesetzt.
untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Sprache und Musik.
gibt einen Überblick über die psychologische Forschung zum Thema. Diese konzentriert sich vor allem auf die Untersuchungen von Augenbewegungen während des Notenlesens und auf die Entwicklung kognitiver Modelle des Notenlesens. Zum Zeitpunkt der Untersuchung hat die Forschung noch nicht zu einem systematischen Trainingsmodell für das Prima-Vista-Spiel geführt. Meist wird Musikern mit schlechten Blattlesefertigkeiten geraten, bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen guter Blattleser zu erwerben (z. B. größere Einheiten zu lesen und das Lesen von Einzelnoten zu vermeiden.)
Diese Arbeit verfolgt einen anderen Ansatz. Weil gutes Blattspiel ein Vorgang ist, der ohne bewusste Anstrengung ausgeführt wird, sollten schlechte Blattspieler von Trainingsmethoden profitieren, die die Umsetzung von Einzelnoten und -rhythmen in musikalische Handlungen automatisieren.
listet die zu automatisierenden Rhythmen und Noten auf. Die zweistimmigen Inventionen werden mit einem Text in Buchstabenschrift verglichen. Auf der Basis der gewonnenen Daten wird angenommen, dass übliche Notentexte sich im allgemeinen kaum als Übungen zum Prima-Vista-Spiel eignen. Ein alternatives Programm von Blattspielübungen wird vorgestellt.
beschreibt, wie das Programm in fünf aufeinander folgenden Lernsituationen auf seine Effektivität hin untersucht wird. Die Resultate und Probleme werden nach jeder Lernsituation erörtert und Lösungen vorgeschlagen. In der fünften Lernsituation gelingt es, einen schlechten Blattspieler mit guten musikalischen und instrumentalen Fähigkeiten von seinen Leseproblemen zu befreien.
Fünf wesentliche Aussagen dieser Arbeit sind:
Der Text mit seinem siebenteiligen Anhang bietet Übungen zum Notenlesen, zur Gehörbildung, Fingerübungen und die statistischen Daten der Inventionen.